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Vereinsgeschichte

 

Am 8. März 1891 wurde auf Initiative von Revierförster Bächtold aus Bad- Ragaz eine Versammlung von Fischereifreunden aus den Bezirken Sargans und Werdenberg einberufen. 33 Mitglieder erklärten den Beitritt zum Fischereiverein und erliessen die ersten Statuten. Darin finden sich Satzungen, die heute noch absolut ihre Gültigkeit haben. So ist der Zweck in Artikel 1 mit der Hebung der Fischerei allgemein und speziell in unserem Gebiet umschrieben. Artikel 2 beschreibt die Aufgaben des Vereins: Untersuchung der Fisch- resp. Krebsbestände und Abwehr von nachteilig auf die Bestände einwirkenden Umständen. Unser Verein war der erste Fischereiverein, der im Kanton St. Gallen gegründet wurde.

Im Jahre 1894 lösten sich die Werdenberger und gründeten ihre eigene Sektion. Bis 1895 besass der Verein keine eigene Pacht. Die ersten "eigenen" Gewässer waren der Wangser- und der Viltersersee im Pizolgebiet. Ein Jahr später kamen Teile des Seezeinzugsgebietes dazu. Das jährliche Entgelt für diese Gewässer betrug damals Fr. 220.-

Bereits ein Jahr nach der Gründung begann der Verein eigenes Besatzmaterial zu züchten. Trotz intensiven Bemühungen um weitere Pachtkreise musste der Verein, obwohl damals schon bezirksumfassend, bis 1953 warten, ehe das Saargebiet ihm zugeschlagen wurde. Das Jahr 1953 sollte sonst noch markant bleiben. Den bis zum Jahr 2003 gültigen Namen, Fischereiverein Bezirk Sargans, erhielt unser Verein ebenfalls dannzumal. Im Zuge der Auflösung der Bezirke im Kanton St. Gallen, wurde im Jahre 2003 der Vereinsname auf "Fischereiverein Sarganserland" angepasst.

 

Bereits 1943 wurden interne Vorschriften für das Fischen in unseren Gewässern erlassen. Diese regelten die erlaubten Geräte, Fangzeiten, Mindestmasse, Rechte und Pflichten sowie Taxen und Bussen.

Als Randbemerkung kann eingefügt werden, dass in den frühen 60-er Jahren die Fangerträge bei jeweils etwa 4000 Fischen lagen. Grosse Schwankungen in den Statistikzahlen haben ihren Ursprung in den massiven baulichen Gewässereingriffen. So hinterliessen vor allem der Bau der Speicherbecken für die Saarmelioration deutliche Spuren. Allerdings brachten die Kraftwerksbauten auch neue Fischgründe; im Jahre 1948 den Chapfensee und 1971 den Stausse Mapragg. Beide sind aus den heutigen Pachtgewässern nicht mehr wegzudenken. Verloren gingen mehrere Kilometer Giessen in der Rheinebene als Folge des grossen Saarmeliorationswerkes. Bedingt durch die Steigerung der Mitgliederzahlen und den gleichzeitigen Verlust von Gewässerstrecken mussten 1974 erste Fangbeschränkungen eingeführt werden. Eine weitere Korrektur in der erlaubten Tagesstückzahl folgte 1991.

Wesentliches Tätigkeitsgebiet des Vereins ist neben der Hege und Pflege der Pachtgewässer die Fischzucht. Ihr wurde in den vergangenen 100 Jahren grosse Aufmerksamkeit geschenkt. So ist unser Verein heute noch einer der wenigen im Kanton, der eine eigene Aufzucht betreibt. An drei Standorten werden die Elterntiere aufgezogen und gehalten. In der Aufzuchtanlage "Bleiche" werden die abgestreiften Eier aufgezogen und die Jungbrut bis zum Besatz in den Gewässern gepflegt.

Umliegende Vereine lassen sich in Bewirtschaftungsfragen von unseren Spezialisten gerne beraten. Die anfallenden Arbeiten bei der Aufzucht sind gross. Nebst Laichfischfang, Pflege von Eiern und Brütlingen im Bruthaus, sind die verschiedenen Aufzuchtteiche und Bächlein zu unterhalten. Dies wird von pflichtbewussten Mitgliedern mehrheitlich unentgeltlich gemacht. Die von jedem Aktivmitglied zu leistenden Frondienste helfen bei der Bewältigung der vielfältigen und zeitraubenden Arbeiten massiv mit.